POCSAG "Post Office Code Standarization Advisory Group"

POCSAG steht für Post Office Code Standarization Advisory Group und bezeichnet das Protokoll für die Übertragungsart FFSK = Fast Frequency Shift Keying zu den Mobilfunkrufgeraeten, bekannt als Pager, Pieper oder Buzzer.

Funkamateure nutzen diese Technik als HAM-Pager unter dem Namen SAMS = Short Amateur Message System. Nach der stürmischen Verbreitung von Handys und der Nachrichtenübermittlung per SMS haben viele Pagerdienste ihre Technik abgebaut. Diese steht nun als Quelle den Funkamateuren zur Verfügung und ermöglicht den preiswerten Einstieg in diese Betriebsart.


Amateur-Funkruf - Was ist das?

  1. Wozu kann man das benutzen?
  2. Welche Ausrüstung brauche ich als Benutzer? - Umbauanleitungen/Manuals
  3. Woher bekomme ich einen SYKPER?
  4. Was brauche ich zum Betrieb eines Senders?

Der Amateur-Funkrufdienst besteht aus einer derzeit nicht flächendeckenden Einrichtung einzelner Funkrufsender, die auf der einheitlichen Frequenz 439,9875 MHz Funkrufe in der Modulation 2-FSK mit 4kHz Hub und 1200 bit/s im POCSAG Radio Paging Code 1 aussenden. Diese Funkrufsender werden über ein Netz von so genannten Funkruf-Mastern (Linux-PCs) ferngesteuert. Die Funkrufe können mit ausgemusterten ehemals batteriebetrieben kommerziellen Funkrufempfängern als auch mit FM-Empfängern und geeigneter Dekodiersoftware empfangen und ausgewertet werden.

1. Wozu kann man das benutzen?

Funkrufe dienen zur Übermittlung von:

Beispiele für persönliche Nachrichten:

Die allgemeinen Nachrichten (Broadcasts) können insgesamt 95 verschiedenen Themenrubriken umfassen, aus denen für jeden Empfänger bis zu 17 Rubriken zum Empfang ausgewählt werden können, auch hier einige Beispiele aus dem aktuellen weitgehend einheitlichen Rubrikenangebot:

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2. Welche Ausrüstung brauche ich als Benutzer?

Empfehlenswert ist die Anschaffung eines gebrauchten Funkrufempfängers vom Typ SKYPER in den Typen 1, 2A, 2B oder 2C. Die Hardware ist hier immer identisch, lediglich die interne Software unterscheidet sich ein wenig, aber eigentlich sind alle Typen verwendbar. Sofern es sich nicht bereits um einen schon für Amateurfunk umgebauten SKYPER handelt, muss dieser von seiner ursprünglichen Empfangsfrequenz um 466 MHz auf die Amateurfunkfrequenz umgebaut werden. SKYPER Funkrufempfänger sind relativ einfach zu modifizieren.

Als einziger Funkrufempfänger ermöglicht der SKYPER den Empfang von persönlichen UND allgemeinen Nachrichten. Zudem hat er ein großes 4-zeiliges LCD-Display. Die Batterie (1x Mignon AAA Alkali) hält ca. 4-6 Wochen. Alternativ kann man mit einem PC und Soundkarte oder einem anderen Interface FSK-Signale von einem FM-Empfänger auswerten und so den gesamten Funkrufverkehr monitoren.

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3. Woher bekomme ich einen SKYPER?

Hin und wieder im Rahmen von Bastelprojekten umgebaute SKYPER oder die begleitete Umbauaktion selber angeboten. Häufig findet man SKYPER bei Internetauktionen zu Preisen von ca. 10-20 EUR. Ein Quarz wäre als Einzelstück z.B. bei Quarz-Technik zu bekommen, es lohnt sich, Sammelbestellungen zu machen oder daran teilzunehmen.

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4. Was brauche ich zum Betrieb eines Senders?

Der Informationsaustausch der Funkrufsender geschieht über das Packet Radio Netz, so dass es sinnvoll ist, einem vorhandenen Digipeater einen Funkrufsender anzuschließen, dann braucht man mindestens folgendes:

Weitere Ericsson Compact 9000 Umbauanleitungen hier und hier.

Soweit eine erste Übersicht - Ergänzungen, Ideen, Korrekturen bitte an DL3YEN@DB0BI.#NRW.DEU.EU (Quelle: PR-Mailbox DB0BI, Rubrik Funkruf 25.03.2004 mit eigenen Ergänzungen)

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Infos zu POCSAG/SAMS mit Umbauanleitungen etc. auf den folgenden Seiten

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© db7yah 05.06.2004 - last edit 05.01.2006